Es gab einmal eine Zeit voller Schularbeiten, Tests und Referaten, in der die Köpfe rauchten und die Anstrengungen langsam begannen, den Kindern die Energie zu rauben. Doch dies ist keine Geschichte von geraubter Energie. Dies ist eine Geschichte von funkelnden Eisriesen, tiefen Bergstollen und verwunschenen Schlossgärten. Dies ist die Geschichte einer Gruppe mutiger Kinder, die auszog, um die magischsten Orte Österreichs zu erforschen.

Von Eisriesen, Greifvögeln und magischen Wasserspielen

Und so begab es sich, dass die Kinder auf der Suche nach dem mystischen weißen Gold große Anstrengungen auf sich nahmen und sich mutig in die Tiefen eines düsteren Bergwerks begaben. Tapfer stapften sie durch die Dunkelheit und überwanden steile Rutschen und tiefe Stollen. Und überall im Herzen des Berges lagerte das weiße Gold. Mühsam wurde das Salz von unseren Vorfahren aus dem Berg geschlagen und unter höchster Anstrengung ans Tageslicht gebracht, bevor Maschinen die harte Arbeit erleichterten. Und als den Kindern die Energie auszugehen drohte, kam solch eine fabelhafte Maschine zu ihrer Rettung. Denn tief im Berg schlummert noch immer der Grubenhund, der sich der Kinder erbarmte und sie wieder sicher ans Tageslicht brachte.

Lange sollten die Kinder nicht über Tage bleiben. Guten Mutes stapften sie am nächsten Morgen einen steilen Berghang empor und trotzten Wind und Wetter. Doch sie wurden beobachtet. Versteckt in der Felswand lauerten Riesen aus Eis. Plötzlich sog ein verborgener Schlund die Kinder mit seinem eisigen Atem in sein Inneres. Die Dunkelheit umhüllte sie und die Kälte fraß sich langsam durch die Knochen. Einzig und allein die kleinen Gaslampen hielten die tapferen Kinder am Leben. Furchtlos erklommen sie die steilen Stufen und begaben sich immer tiefer in das Innere des Riesen. Eisige Zapfen hingen von der Decke und spiegelten sich in glasklaren Eisseen. Und langsam tauchten aus dem Dunkel sagenhafte Gestalten auf. Wie Diamanten funkelten sie im flackernden Licht der Lampen und brachten die Kinder zum Staunen. Doch lange genug waren sie schon im Inneren des Riesen gewesen. Durch einen eisigen Gang trieb er sie wieder siebenhundert Stufen in die Tiefe und beförderte sie mit einem kräftigen Windstoß in hohem Bogen an die Oberfläche.

Mit einem lauten Puff landeten die Kinder in einem geschäftigen Burghof. Ein ganz besonderer Erfinder hatte seine magischen Apparaturen auf der Burg gelagert. Kugellager, Zahnräder und Roboter füllten den Raum und magische Flugmaschinen hingen von der Decke. Fliegen wie ein Vogel, davon hatte dieser Leonardo immer geträumt. Federn und Flügel hatte er studiert und doch nie geschafft, sich in die Luft zu erheben. Ganz anders die eleganten Könige und Königinnen der Lüfte. Fast schwerelos zogen sie über den Köpfen der Kinder ihre Kreise und stürzten sich lautlos auf ihre Beute. Dankbar waren die Kinder, dass diese majestätischen Kreaturen sie unbeschadet gelassen hatten, und erschöpft fielen sie in ihre Bettchen.

Der letzte Tag brach an. Die Kinder hatten Dunkelheit und Kälte überwunden, sie hatten magisches Federvieh und Eisriesen überlebt. Doch das Schlimmste stand ihnen noch bevor. Friedlich lag es da, das verwunschene Lustschloss. Einladend waren die Räumlichkeiten. Doch im Zaubergarten lauerten hinterlistige Kreaturen. Wasserspeiende Hirsche griffen ohne Vorwarnung an. Tief in dunklen Grotten tropfte es von den Decken, schoss das Wasser aus dem Boden und trieben unsichtbare Wassergeister die Kinder vor sich her. Sie rannten um ihr Leben, ducken sich zum Schutz vor Fontänen und wurden doch völlig durchnässt. Dank ihrer Tapferkeit und ihres frohen Mutes gelang es ihnen schlussendlich doch, sich aus den Fängen des magischen Schlosses zu befreien und sich in der wärmenden Sonne zu trocknen.

Die Fabelwesen der Vergangenheit hatten die Kinder nun hinter sich gelassen. Eine letzte Herausforderung wartete noch auf sie. Sie mussten sich den Geistern und Mysterien der Zukunft stellen. Ein Glaspalast am Flussufer der Donau, einladend hell und warm, empfing die erschöpften Kinder und lockte sie tief in sein Inneres. Magische Brillen erlaubten ihnen einen Blick auf diese Welt, der sonst nur den Furchtlosen und Waghalsigen erlaubt ist. Unter den Füßen der Kinder drehte sich der Blaue Planet in all seiner Schönheit. Mit rasender Geschwindigkeit flogen sie durch das Weltall, dann durch die Zeit. Sie landeten im antiken Rom, bevor sie sich auf eine Reise durch den menschlichen Körper begaben.

Zeit, vergangen wie im Flug. Das Abenteuer hat ein Ende gefunden. Was bleibt ist eine Gruppe tollkühner Kinder, die Dunkelheit und Kälte, Wasser und Wind getrotzt hat. Was bleibt sind magische Erinnerungen an funkelnde Eisriesen, tiefe Bergstollen und verwunschene Schlossgärten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.