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Schule

Das Wiedner Gymnasium versteht sich als ein Haus der Bildung, in dem miteinander gelernt, erkundet und gelebt wird.

Wir sind uns bewusst, dass Lernen nur in einer positiven, wertschätzenden Atmosphäre gelingen kann, und bemühen uns diese in Zusammenarbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern zu erzeugen.

Unser Schulgebäude mit moderner Ausstattung bietet in seinen hellen Räumen gute Voraussetzungen für ein positives Lehr- und Lernumfeld. Die Funktionsräume und Labs befinden sich einrichtungstechnisch auf dem neuesten Stand.

Durch die Nähe zum Hauptbahnhof, Südtirolerplatz und einer Straßenbahnhaltestelle direkt vor dem Haus ist unsere Schule sehr gut erreichbar.

Eltern und Erziehungsberechtigte sehen wir als die wichtigsten Partner unserer Schule in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag. Unser grundlegendes Anliegen ist daher eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Bemerkenswert an dieser guten Zusammenarbeit ist, dass die Eltern sich an unserer Schule nicht nur im üblichen Elternverein, sondern auch in zwei zusätzlichen schwerpunktorientierten Elternvereinen in der Schulgemeinschaft engagieren.

Im Sinne des Leitbildes Sir Karl Poppers von einer offenen Gesellschaft fördert und fordert das Wiedner Gymnasium seine Schülerinnen und Schüler in der Entfaltung ihrer Begabungen und in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Wir sind davon überzeugt, dass jedes Kind grundsätzlich begabt ist, und sehen es daher in besonderem Maß als unsere Aufgabe an, Raum für die Entwicklung von Begabungen zu schaffen. Flexible Organisationsstrukturen einerseits und das persönliche Eingehen auf die Individualität der Lernenden andererseits bilden für uns die Grundvoraussetzungen, um diese Ziele zu erreichen. Die stetige Entwicklungsarbeit in diese Richtung im Begabungsförderungsmodell Sir Karl Popper Schule hat dazu geführt, dass unsere Schule in Kooperation mit Partnerschulen, Hochschulen und Universitäten im europäischen Raum eine wichtige Rolle im Bereich der Begabungsförderung einnimmt. An unserem Haus werden die beiden Schulformen Gymnasium und Realgymnasium angeboten. Ab der 3. Klasse Gymnasium kann zwischen Latein und Französisch gewählt werden, ab der 3. Klasse Realgymnasium zwischen Werkerziehung/Geometrisches Zeichnen und Französisch.

Um die Schülerinnen und Schüler in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu begleiten, bieten wir in unserer Schule zusätzliche Angebote: In der unverbindlichen Übung „Kommunikation und Sozialkompetenz“ lernen die Schülerinnen und Schüler, sich und andere genauer und besser wahrzunehmen und das Zusammenarbeiten in der Gruppe zu reflektieren.

Am Beginn der 1. Klasse stehen Kennenlerntage. Zusätzlich wird in der 1. Klasse eine Stunde pro Woche KoSo (Kommunikation und Soziale Kompetenz) unterrichtet. In dieser Unterrichtsstunde am Vormittag, die von den speziell dafür ausgebildeten Klassenvorständen durchgeführt wird, lernen die Schülerinnen und Schüler, sich und andere bewusster wahrzunehmen, einander zuzuhören, ihre Körpersprache gezielter einzusetzen und ihre Stimme bewusster zu gebrauchen. Der Unterricht hat kognitive Lernanteile und enthält viele praktische Übungen, z. B. Rollenspiele, in denen die Kinder bestimmte Positionen einnehmen sollen und entsprechend argumentieren. Sie lernen das Leiten von Gesprächen und mit Konfliktsituationen umzugehen. Im Vordergrund steht persönliche Reflexion.

Es ist uns auch ein Anliegen, dass alle Schülerinnen und Schüler, die nicht an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, den Ethikunterricht besuchen.

All diese Maßnahmen sind wichtige Bausteine der Begabungsförderung in heterogenen Klassen, wie wir sie an unserer Schule durchführen. Dafür ist es auch notwendig, dass sich der Lehrer nicht mehr nur als Lehrer, sondern auch als Coach versteht.

Eine wichtige begabungsfördernde Strukturmaßnahme ist das „Drehtürmodell“: Dabei besucht ein Schüler entweder den Unterricht eines Faches, in dem er den Lehrstoff seiner Klasse offensichtlich schon beherrscht, in einer höheren Klasse, oder er bekommt zusätzlichen Unterricht in einem besonderen Interessensgebiet.

Neben der Akzeleration durch das Drehtürmodell stehen auch vielfältige Enrichment-Angebote in Form von Schwerpunktsetzungen zur Verfügung.

Ein Teil des Unterrichts findet offen in so genannten FSA-Stunden statt. FSA steht für „Freie Selbstständige Arbeit“ und orientiert sich nach dem Daltonplan von Helen Parkhurst bzw. dem Marchtaler Plan, der viele Aspekte der Pädagogik von Montessori und Petersen enthält.

Umfangreiche Zusatzangebote gibt es im künstlerisch-kreativen Bereich. Wir wollen das musikalische, bildnerische und darstellerische Interesse, die Kreativität und die Freude am eigenen Schaffen durch Darstellendes Spiel, Bildnerisches Gestalten und eine Schwerpunktstunde Musik bzw. Chor/Orchester fördern. Die Kreativwoche am Beginn der 2. Klasse soll zur Entfaltung der Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler beitragen, indem im direkten Kontakt mit Künstlern in kleinen Gruppen ein ganzheitlicher künstlerischer Prozess initiiert wird.

Ein weiteres Zusatzangebot gibt es im naturwissenschaftlichen Bereich. Durch die Möglichkeit eigenen Experimentierens wird den Schülerinnen und Schülern naturwissenschaftliches Forschen vermittelt. An der Oberstufe des Realgymnasiums findet dieses Angebot durch das Pflichtfach „Naturwissenschaftliches Labor“ seine Entsprechung. Chemie-, Mathematik- und Physikolympiadekurse sowie die Teilnahme an diesen Olympiaden sind Teil des umfassenden Begabungsförderungsprogramms unserer Schule.

Unser vielfältiges Sprachenangebot (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Italienisch und Russisch) erfährt in Sprachreisen, Kulturreisen, internationalen Schulpartnerschaften und der Teilnahme an Sprachwettbewerben eine wertvolle Vertiefung.

Auch sportliche Aktivitäten wie Winter- und Sommersportwochen, unverbindliche Übungen (Basketball, Volleyball) und schulinterne Turniere sind feste Bestandteile unseres Schullebens.

Fachspezifische oder fächerverbindende Projekte – oft verbunden mit Exkursionen oder Reisen – sowie Literatur-, Redewettbewerb und Philosophieolympiade runden das Programm unserer Schule ab.

Als zentrale Aufgabe begreift die Wiedner Oberstufe neben einer fundierten Allgemeinbildung auch die Vermittlung grundlegender Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und des Sich-Präsentierens. Durch den Aufbau und die Vertiefung grundlegender Kompetenzen in diesen Bereichen soll unseren Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein Studium oder in das Berufsleben wesentlich erleichtert werden.

Diese zusätzliche Ausbildung stützt sich auf zwei Säulen:

  1. Einführungen in Präsentationstechniken, Projekte zum Kennenlernen unterschiedlicher wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und Bibliotheksbesuche führen die Schülerinnen und Schüler zum wissenschaftlichen Arbeiten hin.
  2. An freien Arbeitstagen im Schuljahr widmen sich die Schülerinnen und Schüler in und außerhalb der Schule eigenverantwortlich einem selbst gewählten Thema. In der 5. Klasse wird eine kurze vorwissenschaftliche Arbeit mit Fachpräsentation, in der 6. Klasse eine nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitete Semesterarbeit erstellt.

Wichtig ist uns, dass die Schülerinnen und Schüler ihr selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten mit unterstützender Begleitung der Lehrerinnen und Lehrer gut planen und am Ende jedes Schuljahres in geeigneter Form reflektieren.

Die Sir Karl Popper Schule ist eine Oberstufen- Variante des Wiedner Gymnasiums und gleichzeitig dessen „Entwicklungsabteilung“. In dem relativ homogenen Lernumfeld der durch standardisierte Begabungstests selektierten Schülerinnen und Schüler lassen sich wesentliche Instrumente der Begabungsförderung (wie zum Beispiel Contracting, Drehtürmodell, LAB-Betrieb, Assignments) reibungsloser anwenden und daher auch zielgerichteter auf ihre Wirksamkeit testen und weiter entwickeln. Dazu wurde für die 6. bis 8. Klasse ein modulares Kurssystem entwickelt, das die individuelle Planungssouveränität der Schülerinnen und Schüler in einem vielfältigen Angebot sicherstellt.

Von den Lehrerinnen und Lehrern setzt dies ein hohes Maß an Offenheit und Anpassungsfähigkeit gegenüber individuellen Bedürfnissen und Lernstilen ebenso voraus wie ausgeprägte „reflektive Kompetenz“. Die Begabungsförderung, der sich die Sir Karl Popper Schule verpflichtet fühlt, versteht sich nicht als erlernbare Lehrmethode, sondern als pädagogische Haltung, die die Person des/der Lernenden in den Mittelpunkt stellt.

Der im Schulalltag ablaufende pädagogische Prozess ist partnerschaftlich und demokratisch strukturiert. Ziel ist nicht die Maximierung des Wissens, sondern die Vermittlung der Fähigkeit zu eigenständigem lebensgestaltendem Lernen. Fehler werden dabei nicht als Mängel, sondern als Möglichkeit zur eigenen Entwicklung begriffen.

Die besondere Förderung kommunikativer und sozialer Kompetenz der Schülerinnen und Schüler erfolgt durch das zusätzliche Pflichtfach „Kommunikation und Sozialkompetenz“ in der 5. und 6. Klasse. Die Fortsetzung dieses Gegenstandes im Rahmen von Wahlmodulen zu Themen der Erziehung, Führung und Führungsstile sowie Systemtheorie.

Die Lernenden sollen sich mit bloßem Wissen nicht zufrieden geben, sondern auf der Suche nach der Bedeutung dieses Wissens für die eigene Person letzteres und ihr daraus resultierendes Können bewusst einsetzen – als Autor der eigenen Lebensgeschichte und gleichzeitig Co-Autor des gemeinsamen kulturellen Wertesystems“.

Sonntag, 25. Juni 2017

Wiedner Gymnasium /
Sir Karl Popper Schule

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