Besuch der 7A im Literaturmuseum
Die Ausstellung ist in vier Kapitel unterteilt, die biografische Wegmarken nachzeichnen: »Aufwachsen«, »Aufbrechen«, »Zurückkehren« sowie »Erinnern und Erfinden«. Eindrucksvoll für die Klasse war der Einstieg über die vielfältigen Sprachen, die einen Bezug zum Leben und Umfeld der Jugendlichen herstellte.
Besonders einprägsam waren die verschiedenen ausgestellten Gegenstände, die die Autor:innen mit dem Begriff Herkunft assoziieren. Beispielsweise war ein Koffer zu sehen, in den der Autor Theodor Kramer während der Zeit des Nationalsozialismus seine Wertgegenstände packen musste, um mit diesem zu fliehen. Ebenfalls waren die Hörstationen, bei denen man individuelle Einblicke in das Leben der Autor:innen bekam, sehr spannend. Vor allem war die Geschichte der Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger äußerst beeindruckend und zugleich informativ. Sie erzählte von ihrer Kindheit und ihrem damaligen, zum Teil auch schwierigen, Leben im Gemeindebau und wie dieses Umfeld ihr späteres Leben und auch ihre Bücher prägte. Wir finden ihre Geschichte besonders inspirierend, da sie ein gutes Beispiel dafür ist, dass man, auch wenn man aus einfachen Verhältnissen kommt, trotzdem vieles im Leben erreichen kann.
Die Mischung aus Originalmanuskripten, Tonbeispielen, Fotos und persönlichen Objekten ermöglichte eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema Identität und Herkunft. Insgesamt war der Besuch sehr interessant und inspirierend, weil er gezeigt hat, wie Literatur und Alltagsgegenstände gemeinsam dazu beitragen können, unsere eigene Herkunft besser zu verstehen und zu reflektieren.
