Die 7A im Burgtheater: »Schachnovelle«
Die Besonderheit des Stückes bestand darin, dass die gesamte Vorstellung von einem einzigen Schauspieler namens Nils Strunk, welcher sämtliche Rollen spielte, präsentiert wurde. Dieser übernahm die Regie, die Komposition, sowie auch die musikalische Begleitung. Diese Darstellung war eine Anspielung auf die Schizophrenie und den Wahn des in der Novelle vorkommenden Charakters Doktor B.. Durch die Immitation verschiedener Akzente und die Verstellung seiner Stimme wusste das Publikum immer, welche Figur gerade sprach. Die Ein-Mann-Vorstellung lud dazu ein, sich nochmals mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen sowie die persönlichen damit einhergehenden Schäden eines Individuums nachzuempfinden.
Von oben auf die Bühne hinabschauend, konnten wir die vielen Lichteffekte genauesten betrachten, wie unter anderem die Diskokugel, welche den ganzen Raum durch ihr Funkeln zum Strahlen brachte. Des Weiteren verwandelten sich die Sitzplätze der Gäste des Parketts in Schachfelder, wobei die gerade auf der Bühne genannte Schachposition beleuchtet wurde. Eine andere grandiose Idee war es, das Klavier für verschiedene Zwecke zu verwenden, sowohl für die Begleitmusik, als auch für die Kennzeichnung der Schachzüge, wie beispielsweise des Sprungs von C1 auf C2.
Zusammenfassend war der Besuch des Burgtheaters eine inspirierende, bereichernde und beeindruckende Erfahrung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
