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Sieg bei Theolympia 2026

 

Mit seinem Essay »Gott sei Dank« gewinnt Benedikt Kühnelt-Leddihn (6D) den ersten Platz beim österreichweiten THEOLYMPIA-Essaywettbewerb. Er zeigt, wie Dankbarkeit jenseits von Selbstoptimierung zu innerer Freiheit, kritischer Wachsamkeit und reflektierten Lebens- sowie Glaubenshaltung werden kann.

Ein Beitrag von Peter Fritzsche
Veröffentlicht am 16. Mai 2026

Bundessieger Benedikt Kühnelt-Leddihn

Der erste Platz in der Kategorie Essay geht heuer an Benedikt Kühnelt-Leddihn aus der 6D. Mit seinem Essay »Gott sei Dank« nähert er sich dem Thema Dankbarkeit in einer bemerkenswert reifen, zugleich sprachlich dichten und theologisch sensiblen Perspektive. Ausgehend von einem Gedanken des Geigenbauers und Autors Martin Schleske beschreibt er Dankbarkeit als Gegenakzent zu einer Kultur ständiger Selbstoptimierung.

Anhand konkreter Beispiele, etwa der mühsamen Rehabilitation nach einem Schlaganfall oder der Trauer einer Mutter nach dem Tod ihres Kindes, macht er deutlich, dass Dankbarkeit weder Leid ausblendet noch schwierige Erfahrungen verharmlost. Gleichzeitig zeigt er, wie problematisch es sein kann, wenn Dankbarkeit eingefordert wird und so Kritik oder notwendige Veränderungen behindert. In seinem Text wird Dankbarkeit als Haltung beschrieben, die den Blick für das Gute, für ein gelingendes Leben schärft, ohne das Schwere zu leugnen, und die den Menschen von reinem Leistungsdenken entlasten kann.

 

Der Wettbewerb

Seit dem Schuljahr 2020/21 findet THEOLYMPIA jährlich statt. Veranstalter ist die Konferenz der Schulamtsleiter:innen Österreichs (SALK). Mit insgesamt 499 Einreichungen verzeichnete der THEOLYMPIA-Wettbewerb der neun heimischen katholischen Diözesen und der Diözese Bozen-Brixen heuer einen neuen Höchststand. Einreichungen konnten in den Kategorien Essay oder Foto abgegeben werden. In beiden Kategorien wurden laut der kirchlichen Schulämter jeweils so viele Beiträge wie noch nie eingereicht.

Um möglichst vielen Schulen einen Rang zu ermöglichen, wurde erstmalig im Essaywettbewerb jedoch nur noch ein:e Schüler:in je Schule in die Platzierungen aufgenommen. Zudem kann in diesem Jahr leider keine Ehrung auf diözesaner Ebene in Wien stattfinden. Insgesamt hat das dem Wettbewerb keinen Abbruch getan, weder in Bezug auf die an unserer Schule stattgefundenen Schreibprozesse noch die vielen außerordentlich gelungenen Ergebnisse.

Auch heuer setzten sich Schüler:innen aus ganz Österreich mit einer gesellschaftlich relevanten, religiös-philosophischen Fragestellung auseinander: Welche Rolle spielt Dankbarkeit in einer Welt zwischen Leistungsdruck, Krisenerfahrungen und individuellen Lebensentwürfen?

Das Thema & seine Verortungen

Nach anfänglichen Verwirrungen und der ein oder anderen inhaltlichen Hürde, erwies sich das gestellte Thema »DANKBARKEIT – Tugend oder Taktik?«, als überaus anschlussfähig für die Lebenswelt unserer Schüler:innen. Unmittelbar eröffnete es ein breites Spektrum an Zugängen: Dankbarkeit kann als Quelle von Zufriedenheit und innerer Freiheit verstanden werden, zugleich stellt sich aber auch die kritische Frage, ob Dankbarkeit nicht mitunter instrumentalisiert oder eingefordert wird – etwa dort, wo eigentlich Widerspruch oder Veränderung notwendig wären.

Für Andrea Pinz, geschäftsführende Leiterin der SALK, zeigen die diesjährigen Beiträge einmal mehr die besondere Stärke des Religionsunterrichts: »Wenn junge Menschen sich mit dem Thema Dankbarkeit auseinandersetzen, geht es nicht um einfache Antworten. Vielmehr entsteht ein Raum, in dem persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Fragen und religiöse Traditionen miteinander ins Gespräch kommen. Genau diese Fähigkeit zur differenzierten Auseinandersetzung macht den Religionsunterricht so wertvoll.« Die Vielfalt und Qualität der Einreichungen würden verdeutlichen, wie intensiv sich Schüler:innen mit grundlegenden Fragen des Lebens beschäftigen, so Pinz weiter. Der Religionsunterricht unterstütze sie dabei, eine eigene, reflektierte Haltung zu entwickeln.

Gratulation an den Sieger

Unsere Gratulation gilt Benedikt Kühnelt-Leddihn zum ersten Platz beim österreichweiten THEOLYMPIA-Essaywettbewerb in der Kategorie Essay. Sein Beitrag »Gott sei Dank« zeigt exemplarisch, wie Schüler:innen im Religionsunterricht komplexe Fragestellungen zu Dankbarkeit, Freiheit und Verantwortung reflektieren können. Die Schulgemeinschaft freut sich über diesen Erfolg und dankt zugleich auch allen anderen Beteiligten, die durch ihre Beiträge und Schreibprozesse zum Gelingen des THEOLYMPIA-Wettbewerbs an unserer Schule beigetragen haben.