Sie erschufen den Löwenmensch von Hohlenstein, die Venus von Willendorf und die Malereien in der Chauvethöhle: die Menschen der Steinzeit. Sie waren Künstler, Musiker und Menschen mit hochspezialisierten Fähigkeiten und Wissen, was ihnen ermöglichte, im eiszeitlichen Europa nicht nur zu überleben, sondern atemberaubende Kunstwerke zu gestalten und den Grundstein für die Entwicklung der Kultur zu legen.

Viel hatten wir schon im Geschichtsunterricht über das Leben im Paläolithikum und im Neolithikum gelernt. Jetzt war es an der Zeit, die Geschichte mit eigenen Augen zu sehen. Am besten geht das im MAMUZ, dem Urgeschichtemuseum in Asparn an der Zaya. Dort begibt man sich als Besucher auf eine Zeitreise von einfachen Zelten und Jurten zu den ersten Langhäusern und Steinbauten. Zwischendurch kann man sich mit Speeren an der Mammutjagd versuchen und einem Schwirrholz Töne entlocken.

Doch woher hat man dieses umfangreiche Wissen über die Prähistorie? Das verdanken wir den Archäologen, die unermüdlich graben und forschen, um unser Wissen über die Vergangenheit und unser Bild von Geschichte zu erweitern und ergänzen. In dieses spannende Berufsfeld durften wir eintauchen und selbst ausprobieren, wie Funde und Befunde in mühevoller Kleinarbeit mit Pinseln freigelegt werden, wie Funde zu datieren und katalogisieren sind, und – unser persönliches Highlight – wie man mit einem Funkeneisen Feuer macht.

Gerne wären wir noch länger in der Steinzeit geblieben, doch im Geschichtsunterricht wartete schon die Metallzeit auf uns.