Mit viel Vorfreude erwartete ein Teil der 1C im Rahmen des Werkunterrichts die Gelegenheit, sich mit dem Färben von Textilien auseinanderzusetzen. Hierfür kam eine Expertin, Elisabeth Rössler von der Textilgalerie, zu uns in den Unterricht. Im Gepäck hatte sie allerlei spannende Utensilien: Rohre, Schnüre, Gummiringerl, Holzplättchen, Stiele, Murmeln, Seile, Stoffe und natürlich Batikfarben.

Nach einer kleinen Vorstellung der Möglichkeiten dieser Technik wurde mit Begeisterung experimentiert: gewickelt, gefaltet, gerollt und abgebunden. Anschließend wurden diese Experimente in ein Farbbad getaucht und von den FärbemeisterInnen mit langen Stäben in Bewegung gehalten. Durch das Abbinden und anschließende Färben entstanden interessante Musterbildungen, die oftmals überraschend waren. Die Ergebnisse waren teils klassisch, teils sehr experimentell.

Nach den ersten aufregenden Versuchen hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, mitgebrachte T-Shirts in zwei Farben zu färben und so zu unverwechselbaren Kleidungsstücken zu kommen. Diese Färbetechnik ist bei uns unter dem Namen Batik bekannt, kommt aber ursprünglich aus Japan und nennt sich eigentlich Shibori. Am Ende des Workshops, der insgesamt sechs Unterrichtsstunden umfasste, wurden auch originale indonesische Batikstoffe vorgestellt, die mit heißen Wachs gezeichnet und anschließend gefärbt wurden.