Seit geraumer Zeit erforscht Petra Unger, MA die jüngere Geschichte Wiens im Hinblick auf Frauen­spuren. Diese Suche führte sie auch in den 4. Wiener Bezirk und hier unweigerlich zum Wiedner Gymnasium, dessen stattliches Gebäude vom Wiener-Frauen-Erwerb-Verein im Jahr 1909/10 errichtet worden ist.

Das Ergebnis der Stadtforschung wurde von Fr. Unger in die Form einer informativen Ausstellung konzeptuell umgesetzt und nun unter dem Titel »Frauenspuren auf der Wieden« am 15. Februar 2019 in unserer Schule vom Direktor HR Dr. Edwin Scheiber feierlich eröffnet.

Im sehr lebendigen Eröffnungsvortrag schilderte Petra Unger die vergessenen Schicksale wichtiger Frauen­persön­lich­keiten und -bewegungen der vergangenen Jahre. Die Geschichte begann 1848 mit den ersten Forderungen für gleichwertige Bürgerinnen mit Wahlrechten, die im Jahr 1919 mit den ersten weiblichen Abgeordneten im Nationalrat einen Meilenstein erreichte. Auch die Bildung der Frauen war alles andere als selbstverständlich: Die ersten Frauen wurden auf der Wiener Universität erst 1897 und an der Technische Hochschule 1919 zugelassen.

Die weiteren Themenbereiche der Ausstellung spiegeln die Titel der einzelnen Stationen wider:

01 | Frauengeschichte auf der Wieden
02 | Erste Frauenbewegung
03 | Kampf um das Frauenwahlrecht
04 | Mädchenbildung
05 | Künstlerinnen
06 | Gegen Rassenhass und Menschennot
07 | Im Schatten der Diktatur
08 | Mittäterinnen und Mitläuferinnen
09 | Zweite Frauenbewegung
10 | Frauen an der Technischen Universität
11 | Frauenpolitikerinnen | Frauenrechte
12 | Politik im Bezirk

Ein sehr sorgfältig zusammengestellter Medienkoffer steht für Interessierte in der Schulbibliothek bis Anfang März zur Verfügung.

Für das Organisatorische seitens der Schule zeichnete Mag.a Natalie Grüneis-Wulz verantwortlich. Wir danken allen Beteiligten und laden alle Interessierten zum Besuch der Ausstellung »Frauenspuren auf der Wieden« im 1. und 2. Stock im neuen Trakt der Schule bis 6. März 2019.

–NARL–