Am 1. Oktober 2021 war es endlich wieder so weit: Die Schulwallfahrt konnte stattfinden! Alljährlich – mit Ausnahme von 2020 – machen sich SchülerInnen aller Oberstufenklassen auf einen Fußmarsch, um gehend nachzudenken, zu beten und zur Ruhe zu kommen. Im Gespräch mit Freunden oder Menschen, mit denen man zuvor noch kaum zu tun gehabt hat; oder aber allein, im Gespräch mit sich oder mit Gott. Dieses Jahr auch besonders in Gedanken an Prof. Narloch, der in unser aller Herzen und Gedanken mitgegangen ist.

Ausgehend von Neusiedl am See machten wir uns dieses Jahr auf eine eintägige Wallfahrt ins 24 Kilometer entfernte Frauenkirchen. Kurz nach 9:00 Uhr begannen wir den Tag mit einer kurzen Andacht bei einer Kapelle nicht weit vom Bahnhof Neusiedl. Ab und an übertönt von einem vorbeifahrenden Auto stimmten wir uns mit Liedern und Psalmen ein, bevor wir dann inspiriert aufbrachen. Nach den ersten Kilometern noch im Ort erreichten wir nach einer Stunde die ersten Weinfelder, die uns den ganzen Weg über begleiten sollten.

Nach einer kurzen Pause und einer weiteren Andacht begannen wir die nächste Etappe. Mit knirschendem Schotter unter unseren Füßen und strahlend blauem Himmel über unseren Köpfen konnte jeder für sich seinen Gedanken nachgehen und auch das eine oder andere Wort an Gott richten. So verging die Zeit und schon bald erreichten wir Schloss Halbturn – Mittagspause!

Und danach – wie passend – bekamen wir eine Führung durch die Ausstellung »Bei Genießern zu Gast – von der Antike bis heute«. Gestärkt vom Essen und mit viel neuem Wissen über die (mitunter kuriosen) Essgewohnheiten von bekannten Persönlichkeiten nahmen wir die letzten Kilometer bis zur Basilika Frauenkirchen in Angriff. Wir mussten uns beeilen, denn bis zur Abendmesse war nicht mehr viel Zeit – die Ausstellung war zu spannend gewesen. (Fast) Pünktlich erreichten wir sie aber und wurden dort auch schon von Pater Thomas und Direktor Scheiber erwartet. Kaum angekommen konnten wir auch schon, begleitet von Kreuz und Fahnen, in die Kirche einziehen und unseren abschließenden Gottesdienst beginnen.

Nach einer berührenden Messe und ausgestattet mit einem Wallfahrtstaler aus Nougat für jeden sowie Weihwasser aus der Tube für alle mussten wir uns nur mehr über den Kirchplatz schleppen und im Wirtshaus Platz nehmen, wo auch schon bald das Abendessen serviert wurde. Und so ging ein anstrengender, aber sehr inspirierender Tag zu Ende. Wie es in einem unserer Lieder hieß: »Möge die Straße uns zusammenführen!«.

Bis zum nächsten Jahr!

(Paula Gokl, 6C)